Farbkontraste & Baked Coconut French Toast

Ja, schon wieder gebackenes French Toast. Aber ich bin sooo verliebt! Diese Kokos-Variante ist mindestens genauso lecker wie die mit Mandeln. Die Kokosraspeln werden richtig schön im Ofen geröstet.. und anders als in der Pfanne, fallen sie weder ab, noch brennen sie an. 😉

Außerdem gefallen mir die Bilder, die ich davon gemacht habe so sehr, dass ich euch unbedingt mehr als das eine auf Instagram zeigen will! 😀 Die Kombi aus blau, weiß und rosa ist einfach eine meiner Liebsten. Nicht nur, dass es farblich einfach super zusammen passt, ich finde auch die Geschmackskombi kommt dadurch total gut zur Geltung. Frühlingshaft und sommerlich.. genauso schmeckt es.

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Farbkontraste in der Foodfotografie

Für mich ist es schon selbstverständlich und ich kombiniere auch einfach aus dem Gefühl heraus ohne groß nachzudenken, weil ich es einfach so verinnerlicht habe, aber ich bekomme immer wieder mit, wie einige von euch damit Probleme haben. Deswegen hier ein paar Tipps dazu, wie auch ihr die richtigen Farben finden könnt.

Bei mir hat alles während meines Fachabiturs mit Schwerpunkt Gestaltung angefangen. Eines der ersten Dinge, die wir dort gelernt haben, war der Umgang mit einem Farbkreis. Aus diesem kann zum Beispiel die Komplementärfarbe zu jeder Farbe abgelesen werden.  Komplementär bedeutet sowas wie ergänzend. Diese Farbkombinationen ergänzen sich also gut! Um das Ganze anwenden zu können, braucht es eigentlich nur das Wissen um folgende drei Komplementärkontraste:

  • Violett – Gelb
  • Rot – Grün
  • Orange – Blau

Alle anderen Farben kann man nun einfach einer dieser Farben zuordnen und weiß schon in welche Richtung der Komplementärkontrast liegt. Pink liegt zwischen Violett und Rot, dementsprechend ergänzen sich Farben im gelblich-grünen Bereich gut dazu. Ein schönes Grasgrün zum Beispiel. Und jetzt schaut euch mal die Tulpen auf dem Bild an. Der Kontrast ist wunderschön oder? Und das hat die Natur sogar ohne meine Hilfe geschaffen. 😀

Anders sieht es bei dem nächsten Kontrast aus, der nicht von Mutternatur vorgegeben ist.. nein, den habe ich, wenn auch ganz unterbewusst, selber geschaffen. Und zwar meine ich den KaltWarm – Kontrast. Hier wird, wie der Name schon sagt, eine kalte Farbe (blau) mit einer warmen Farbe (pink) ergänzt. Ich meine also die Blaubeeren + Serviette und die Tulpen. Der Kalt –  Warm Kontrast kann übrigens auch aus dem Farbkreis abgelesen werden. Alle Farben auf der linken Seite (gelblich-grün über blau bis blau-violett) sind kalt, die auf der Rechten (gelblich-orange über rot bis pink-violett) warm. Wer dafür also kein Gefühl hat, schaut sich einfach mal den Farbkreis (nach Johannes Itten!) an. 😉

Der dritte Kontrast, der hier ganz stark auffällt: Hell Dunkel – Kontrast. Was eigentlich immer funktioniert, ist, schwarz mit einer hellen Farbe und weiß mit einer dunklen Farbe zu kombinieren. In meinem Beispiel sind es die dunklen Blaubeeren mit dem generell weiß gehaltenen Hintergrund (Teller, Tuch, Untergrund, Milch, Joghurt, Kokos). Hätte ich das French Toast und die Blaubeeren genauso auf einem schwarzen Teller angerichtet und auf einem scharzen Tisch mit einem schwarzen Tuch dekoriert, wäre das Blau der Beeren wahrscheinlich etwas untergegangen und würde nicht so strahlen!

Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass es nicht immer Kontraste benötigt, um eine gelungen Farbgestaltung zu erzielen. In dem Bild wird dies zum Beispiel an den vielen weißen Elementen ersichtlich, die sich ja keineswegs kontrastieren. Hier ist Ton in Ton die Desive, was äußerst harmonisch wirkt. Wenn ihr Ton in Ton gestaltet, passt aber unbedingt auf, dass ihr wirklich den selben Farbton verwendet! Ich nenne euch nur ein Beispiel: rosa-rot/orange-rot. Beides gehört der roten Farbfamilie an, aber nichtsdestotrotz beißen sich die beiden Farben in meinen Augen ganz schön. Und das muss nicht mal so deutlich sein wie in dem Beispiel, ein ganz kleiner Farbstich in eine andere Richtung kann schon für so eine Disharmonie sorgen. Also immer die Augen offen halten! 😉

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Baked Coconut French Toast

Zutaten

  • 3 Scheiben Sandwichtoast
  • 1 Ei
  • 4 EL Kokosnuss Drink
  • 2 TL Xylit #Xucker
  • 1 TL Reismehl
  • etwas gemahlene Vanille
  • 1-2 EL geraspelte Kokosnuss

Ei, Milch, Vanille, Mehl und Xylit gut verrühren. Die Toastscheiben nacheinander kurz darin einweichen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backrost legen. Die geraspelte Kokosnuss darauf verteilen und anschließend bei 175° C für 15 Minuten backen.


English version:

Ingredients

  • 3 slices sandwichtoast
  • 1 egg
  • 4 tbsp coconut milk/drink
  • 2 tsp xylitol/sugar
  • 1 tsp rice flour
  • vanilla
  • 1-2 tbsp desiccated coconut

Mix egg, milk, vanilla, flour and sweetener together. Put each slice of toast into the mixture and soak it for a few seconds. Then place it on a baking sheet (with baking paper) and spread the desiccated coconut on it. Bake them for 15 minutes at 175° C.

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