Laugenbrötchen – vegan und selbstgemacht

Kennt ihr zufällig die Laugenknoten beim Selbstbedienungsbäcker von Rewe? Bei unserem sind die so gut wie immer ausverkauft. 😀 Ich verstehe auch definitiv wieso! Ansich bevorzuge ich immer einen richtigen Bäcker, aber bei diesen Laugenknoten hat Rewe echt mein Geschmack getroffen. Das Problem ist wirklich, dass man die bei uns eigentlich nur morgens früh bekommt, kurz nach dem die Türen das erste mal aufgehen. 😉 Ansonsten muss man echt Glück haben, weil die immer super schnell weggehen. Mich hat sogar schon mal ein Kassierer gefragt, ob noch welche da sind, nachdem er meine warme Tüte übers Band gezogen hat. Nach dem ich die Frage bejaht hatte, schloss er die Kasse und ging weg. Wohin er ging ist klar oder? 😀

Jedenfalls gehe ich deswegen öfters mal nach meiner Nachtschicht direkt zu Rewe und erfreue mich darüber, dass ich die erste Kundin bin, weil alle anderen gerade auf dem Weg zu Arbeit sind oder noch schlafen.

Das kurz zu meiner Laugengebäck-Geschichte.

Laugenbroetchen

Es war also wirklich an der Zeit mal selber meine Brötchen in Lauge zu werfen. 😉 Ich hätte gar nicht gedacht, dass es so einfach ist.. Aber das ist es!

Der Teig für Laugenbrötchen ist eigentlich ein ganz normaler Brötchenteig aus Mehl, Hefe und Wasser. In einigen Rezepten findet man noch Butter, aber das scheint nicht unbedingt nötig zu sein. Meine habe ich mit etwas veganer Margarine gemacht. Für die dunkle und salzige Oberfläche, die das Brötchen zu einem Laugenbrötchen macht, ist lediglich Wasser und Natron von nöten. Eine Packung Narton kostet nicht mal einen Euro und gibt es in jedem Supermarkt in der Backabteilung. 😉 Ich habe eh immer welches da, weil ich damit auch backe oder meine Edelstahlpfanne wieder zum Glänzen bringe.

Beim Umgang mit Natron und heißem Wasser solltet ihr auf jeden Fall etwas vorsichtig sein. Beim einrieseln des Natrons sprudelt das Wasser nämlich ganz schön auf. 😉 Außerdem gut zu wissen: je länger die Brötchen in der Lauge bleiben, desto dunkler und salziger werden sie. Länger als 20 Sekunden würde ich sie aber nicht drin lassen, da sie im heißen Wasser ja auch schon anfangen zu garen. Nach dem Laugenbad merkt man das auch schon an der Oberfläche, die etwas härter ist. Zudem gehen sie in der Lauge immer schon etwas auf.

Da ich noch ein paar gekochte Kartoffeln übrig hatte, sind die auch noch in den Teig gewandert und als Mehl habe ich wie immer Dinkel genommen. Genau genommen sind das hier also Kartofffel-Dinkel-Laugenbrötchen. 😉 Ihr könnt die Kartoffeln aber auch weglassen. Dann solltet ihr aber 100 g des Mehls weglassen, damit die Konsistenz passt. 😉

Übrigens esse ich meine Laugenbrötchen am liebsten mit etwas Butter und Schnittlauch, Käse oder Avocado und Tomate. Und natürlich frisch und am besten noch etwas warm! Dann schmecken sie einfach am allerbesten.

laugenbroetchen

 

Rezept: 8 Laugenbrötchen

Zutaten

  • 600 g Dinkelmehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  • 100 g gekochte Kartoffeln
  • 25 g vegane Margarine (Alsan)
  • 1 Liter Wasser
  • 2 EL Natron
  • etwas grobes Meersalz

Zubereitung

  1. Die Hefe in dem lauwarmen Wasser auflösen.
  2. Kartoffeln zerstampfen.
  3. Mehl, Salz, Zucker in einer großen Schüssel vermengen.
  4. Geschmolzene Margarine, Kartoffeln und Hefe dazu geben und 10-15 Minuten zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  5. 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort aufgehen lassen.
  6. Kurz vor Ende der Ruhezeit schon mal den Ofen auf 190° C Umluft vorheizen und ein Liter Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
  7. Den Teig noch mal kurz durchkneten und dann in ca. 8 gleichgroße Teile teilen. Zu Brötchen formen.
  8. Das kochende Wasser auf mittlere Temperatur runterstellen und das Natron dazu geben. Dabei vorsichtig sein, da das Wasser sehr aufsprudelt.
  9. Nun die Brötchen nach und nach in die nicht mehr kochende Lauge geben und ca. 10-20 Sekunden darin lassen. Mit einer Schöpfkelle hinausnehmen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Direkt mit Salz bestreuen.
  10. Zum Schluss können die Brötchen noch nach Belieben eingeschnitten werden. Ich lasse sie einfach immer so, da ich das Muster eigentlich ganz schön finde, was entsteht, wenn sie im Ofen aufreißen.
  11. 15-20 Minuten Backen.

laugenbroetchen3