Birnenkuchen mit Zimtswirl und Zimtkruste

Wenn drinnen der Duft von saftigem Birnenkuchen mit Zimt durchs Haus strömt, während dir draußen eine Brise aus fallendem Laub 🍂 und feuchter Erde entgegenweht, dann steht langsam aber sicher der Herbst vor der Tür. Was gibt es Besseres als den Herbstzauber ✨ mit einem Gefühl von Ruhe, Geborgenheit und Zu-Hause-sein mit diesem fruchtig, zimtigen Kuchenrezept zu erleben? Für mich ist dieser schnell zubereitete Birnenkuchen auf jeden Fall genau der richtige, um die beginnende Herbstzeit zu genießen. Sei es bei spätsommerlichen Sonnenstrahlen oder der ersten Wärme vor dem Kamin.

Mein Lieblingsherbstkuchen – was macht ihn so besonders?

Dieser Kuchen ist wie die Vereinigung von meinen heiß geliebten Zimtschnecken und fruchtig herbstlichem Birnenkuchen. Diese Besonderheit bringt der Zimtswirl mit sich. Als eine Mischung aus Zimt, Butter und Zucker, in Anlehnung an Zimtschnecken, gibt er diesem Birnenkuchen Rezept eine ganz besondere Note. Der Swirl ist aber nicht nur im Kuchen vorhanden, sondern auch oben drauf. Das besondere daran ist der super leckere Crunch nach dem Backen. So eine leckere Zimt-Kruste hast du noch nie gessen!

Veganer Rührteig für Birnenkuchen

Der Teig für den Kuchen ist übrigens ein ganz einfacher veganer Rührteig mit nur wenigen Zutaten und super schnell gemacht. Öl, pflanzliche Milch, Mehl, Zucker, Backpulver – das hast du bestimmt alles schon Zuhause oder?! 😉 Ich füge meinen veganen Teigen immer noch etwas Apfelessig hinzu. Dieser reagiert mit dem Backpulver zu Kohlensäure. So geht der Kuchen auch ohne Eier schön auf.

Wie bei jedem Rührteig werden auch hier einfach alle Zutaten zu einem glatten Teig verrührt. Wichtig bei veganen Teigen ist immer, dass nicht zu lange gerührt wird! Ein überrührter Teig geht leider im Ofen nicht mehr gut auf. Rühre ihn einfach nur so lange, bis sich gerade so alles verbunden hat.

Welche Birnen für Birnenkuchen?

Die Auswahl der passenden Birnen ist entscheidend. Sie sollten am besten schon etwas reif sein und nicht mehr ganz fest. Ich habe für dieses Rezept Williams Christ Birnen verwendet. Aus nettem Nachbars Garten selbst gepflückt😁. Die Birnensorte Williams Christ hat ein besonders süßes Aroma. Du kannst aber natürlich auch andere, am besten süße Birnensorten verwenden. Falls du keine frischen Birnen bekommst, gehen auch Birnen aus der Dose.

Die Hauptdarsteller: Fruchtige Birnen und aromatischer Zimt

Gesundes Kernobst aus der Jungsteinzeit

Die Kulturbirnen, wie wir sie heute kennen, entwickelten sich durch Einkreuzungen der europäischen Wildbirne und verschiedenen mediterranen und südwestasiatischen Wildbirnen. Sie stammen ursprünglich aus Persien und Armenien. Die Kultivierung der Birne reicht dabei bis zu 3000 Jahre zurück ins Neolithikum (Jungsteinzeit). So kannten die alten Griechen und Römer bereits zahlreiche Birnensorten. Heute gibt es weltweit ca. 5000 Birnensorten. Als häufigste Sorten kannst du vor allem Abate Fetel, Alexander Lukas, Conference oder Williams Christ finden.

Frisch gepflückte Birnen in einem kleinen braunen Korb, Zweige von einem Birnenbaum drumherum

Der Birnbaum, nicht nur bedeutend für uns Menschen

Die Kulturbirne schließt sich bei der Obstblüte im Frühling direkt an die Kirschblüte an und blüht noch vor dem Apfelbaum. Damit sind ihre weiß, rosa Blüten wichtige Nahrungsquellen im Frühling für viele Insekten, wie z.B. Wildbienen. Die Blätter des Birnenbaums dienen wiederum vielen Schmetterlingsraupen als Nahrung. Die Raupen der gefährdeten Birnbaumeule (ein Nachtfalter) ernähren sich bspw. ausschließlich von Birnbaumblättern. Im Herbst konnte ich schon oft unseren Igel im Garten unterm Birnbaum bei seinem nächtlichen Spaziergang beobachten. Allerdings lässt er sich nicht die Birnen selbst schmecken, sondern die Würmer und Käfer am Fallobst.

Was macht Birnen so gesund?

Birnen ähneln in ihren Nährwerten Äpfeln sehr. Da Birnen aber weniger Fruchtsäure bei fast gleichem Zuckergehalt als Äpfel haben, schmecken sie süßer. Der geringere Gehalt an Fruchtsäure macht Birnen auch besser geeignet für Menschen mit säureempfindlichen Mägen und Kinder. Birnen enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe und sind mit ca. 54 kcal pro 100 g eine eher kalorienarme Zwischenmahlzeit. Sie sind reich an Vitamin C und Ballastoffen und damit gut für unser Immunsystem und unsere Verdauung. Birnen enthalten aber auch z.B. Folsäure, die wichtig für die Blutbildung und den Aufbau von Serotonin, unseres Glückshormons, ist.

Zimt: Eines der ältesten Gewürze der Welt

Zimt wird aus der getrockneten Rinde des Ceylon-Zimtbaums und verschiedener anderer Zimtbäume, wie z.B. des Chinesischen Zimtbaums gewonnen. Zimtbäume sind übrigens mit Lorbeer verwandt und bilden immergrüne Bäume bis 12 Meter Höhe. Der Ceylon-Zimtbaum hat seine Heimat auf Sri Lanka und liefert den Ceylon-Zimt. Neben Ceylon-Zimt kannst du im Laden auch den etwas herberen und kostengünstigeren Cassia-Zimt finden. Dieser wird aus dem Chinesischen Zimtbaum in China, Vietnam und Japan gewonnen. Cassia-Zimt war bereits vor 6500 Jahren in China als Gewürz und Heilpflanze bekannt. Für die Zimtgewinnung werden  ein- bis zweijährige Triebe der Zimtbäume geerntet, die Blätter abgelöst und die Rinde getrocknet.

Zimt ist nicht nur lecker, er kann auch verschiedene Heilwirkungen haben

Einer der Hauptinhaltstoffe des Gewürzes ist Zimtöl (ätherisches Öl). Neben diesem sind im Zimt u.a. noch Zimtsäure und Gerbstoffe enthalten. Zimt werden verschiedene Heilwirkungen zugesprochen. Er kann appetitanregend, verdauungsfördernd und antibakteriell wirken. Sein ätherisches Öl kann aber auch wärmend und entspannend wirken. Ich finde aber allein den Duft und Geschmack von Zimt schon sehr beruhigend. Erinnert er doch immer an dieses geborgene Zu-Hause-Gefühl, was vor allem in der Herbst- und Weihnachtszeit bei mir aufkommt.

Für den Zimtswirl und die Birnen im Birnenkuchen nehme lieber Ceylon Zimt als Cassia Zimt. Ceylon Zimt ist aromatischer und nicht so herb wie Cassia Zimt. Außerdem enthält Cassia Zimt viel Cumarin, was in hohen Mengen gesundheitsschädlich sein kann.

Holt euch ein bisschen Herbstzauber nach Hause

Die Kombination aus fruchtig süßen Birnen, einem saftig fluffigen Teig, vereint durch den Zimtswirl und umgeben von knusprig duftender Zimtkruste, macht diesen Birnenkuchen zu einem meiner absoluten Lieblingskuchen. Wenn du aber lieber Äpfel als Birnen magst, kannst du natürlich auch diese für den Kuchen nehmen. Hast du dir schon ein bisschen Herbstzauber 🍂✨ nach Hause geholt?

Falls dir eher nach etwas Herzhaftem ist, Birnen lassen sich auch super deftig zubereiten. Hast du z.B. schon meinen Flammkuchenrezept mit karamellisierten Birnen probiert?

Birnenkuchen mit Zimtswirl und Zimtkruste, angeschnitten auf einem weißen Marmorbrett, frisch gepflückte Birnen im Hintergrund

Birnenkuchen

Ronja PfuhlRonja Pfuhl
Das hier ist ein ganz besonderer Birnenkuchen! Der Zimtswirl erinnert leicht an Zimtschnecken und die leckere Kruste ergänzt den saftigen Kuchen perfekt.
5 von 1 Bewertung
Vorbereiten 15 Min.
Zubereiten 1 Std.
Gesamt 1 Std. 15 Min.
Gericht Gebäck
Küche Überregional
Portionen 10

Equipment

  • 1 Kastenform 22 cm

Zutaten
  

TEIG:

  • 100 g Öl
  • 100 ml pflanzliche Milch
  • 170 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Apfelessig
  • 270 g Mehl
  • 30 g Stärke
  • 2 TL Backpulver
  • 3 kleine Birnen
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

ZIMTSWIRL

  • 50 g vegane Butter
  • 75 g brauner Zucker
  • 1 TL Zimt

ZUCKERGUSS:

  • 50 g Puderzucker
  • 1-2 EL Wasser oder Milch

Anleitung
 

Teig:

  • Den Backofen auf 180° C Umluft vorheizen.
  • Birnen schälen, halbieren, entkernen und in Scheiben schneiden. Birnenscheiben mit 20 g Zucker und Zimt vermengen und zur Seite stellen.
  • Öl, Milch, 150 g Zucker, Vanillezucker und Apfelessig verrühren. Mehl, Stärke, Backpulver und Salz dazugeben und kurz verrühren. Bitte nicht lange rühren, da es sonst sein kann, dass der Teig nicht aufgeht. Am besten nur solange, bis sich gerade so alles verbunden hat. Nun die Birnenscheiben zügig unterheben.

Zimtswirl:

  • Butter schmelzen und mit Zucker und Zimt vermischen.

Teig und Swirl:

  • Vom fertigen Teig erst die Hälfte in eine vorgefettete und mit Backpapier ausgelegte Kastenform füllen.
  • Anschließend ein Drittel von der Zimtbutter klecksweise darauf geben und mit der Gabel im Teig verswirlen.
  • Den Rest vom Teig darauf geben und den Rest der Zimtbutter darauf klecksen und verswirlen.
  • Für etwa 50-60 Minuten backen. Nach 30 Minuten locker mit Alufolie bedecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. Mit der Stäbchenprobe schauen, ob der Kuchen durchgebacken ist.

Zuckerguss:

  • Puderzucker mit Wasser glattrühren, den Zuckerguss direkt über den frisch gebackenen, noch heißen Kuchen verteilen. Abkühlen lassen und dann erst aus der Form nehmen.

Notizen

Statt Birnen kannst du auch Äpfel verwenden oder sie komplett weglassen.
 
Schlagwörter käsekuchen, rührkuchen, vegan, zimt, zuckerguss
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