Vegane Burger mit „Pulled-Pilz“ und BBQ Sauce

Enhält Werbung für die Grafschafter Krautfabrik & Soehnle

Burger, Pulled Pork und BBQ Sauce – da denkt man nicht gerade an eine gesunde Mahlzeit. Auch wenn es nicht ganz genauso schmeckt, habe ich hier eine super leckere und viel gesündere Alternative: Vegane Burger mit „Pulled-Pilz“ und BBQ Sauce. Ganz ohne Fleisch und dank der selbstgekochten BBQ Sauce ohne raffinierten Zucker. Zuckerrübensirup ist hier die Geheimzutat. 😉

Vegane Burger – das Patty macht’s

Burger gehören meiner Meinung nach zu den am einfachsten „veganisierbaren“ Gerichten. Brötchen, Salat, Gemüse und Saucen sind ohnehin oft vegan. Das Herzstück eines Burgers ist so variabel, dass es dutzende vegane Pattys gibt.

Ganz klassisch wäre da ein Hamburger, aus Hackfleisch. Veganes Hack gibt es mittlerweile in jedem Supermark. Wichtig für ein Patty dieser Art, ist ein roher Hackfleischersatz. Es gibt als Alternative auch noch krümeliges Soja-Hack, welches sich aber nicht sehr gut zum Formen einer Scheibe eignet.

Neben dem klassischen veganen Burger gibt es natürlich auch unzählige Rezepte für Gemüseburger. Auf Basis von z.B. Bohnen, Zucchini, Pilzen oder Süßkartoffeln ist das Patty aus Gemüse aber weniger authentisch.

Ein fertiger veganer Burger mit "Pulled-Pilz" und BBQ Sauce, angerichtet auf einem schwarzen Holzbrett und garniert mit Kräuterseitlingen, Blattspinat und Zwiebeln

Eine dritte Möglichkeit ist „Pulled-Pilz“. Dieses ist zumindest optisch kaum vom tierischen Pulled Pork zu unterscheiden, geschmacklich ist es jedoch etwas anderes. Ein Kräuterseitling enthält so gut wie kein Fett im Gegensatz zu Schweinefleisch. Dementsprechend leicht schmeckt das vegane Pulled-Pilz. Allerdings geht es mit den richtigen Gewürzen schon sehr in die Richtung des Originals. Eine rauchige Barbecue-Sauce eignet sich dafür sehr gut, da sie einen sehr intensiven Geschmack hat und wahrscheinlich jeden irgendwie an Fleisch erinnert. 😉

Für vegane Burger mit Pulled-Pilz braucht es also auf jeden Fall eine BBQ-Sauce. Die kannst du natürlich fertig kaufen. Aber ich rate dir sie einfach mal selber zu kochen.

Selbstgekochte BBQ Sauce

Viele Rezepte für BBQ Sauce bestehen aus jeder Menge Ketchup, Zucker, Honig oder sogar Cola. Auch die fertigen Saucen weisen einen sehr hohen Zuckergehalt auf. Ganz zu schweigen von den unnötigen Zusatzstoffen, wie Verdickungsmitteln oder Aromen.

Mein Rezept dagegen kommt ganz ohne raffinierten Zucker aus. Als Basis verwende ich keinen Ketchup, sondern passierte Tomaten und Zuckerrübensirup. Der Sirup verleiht der Sauce nicht nur die Süße, sondern zusätzlich eine herrlich karamellige Note und die typisch dunkle Farbe.

Was natürlich in keiner Barbecue-Sauce fehlen darf sind die Gewürze. Ganz wichtig für die Würzsauce ist der typisch rauchige Geschmack. Genau deswegen heißt die BBQ-Sauce überhaupt so. Übersetzt bedeutet Barbecue (BBQ abgekürzt) Grill oder Grillparty. Und wo gegrillt wird, entstehen natürlich Raucharomen. Um diesen Geschmack in die Sauce zu bekommen, verwende ich Rauchsalz. Das gibt günstig es in jedem gut sortieren Supermarkt oder natürlich online.

Eine Schale mit BBQ Sauce auf der Page Profi 300 Küchenwaage von Soehnle, daneben eine Packung Grafschafter Goldsaft und viele kleine Schälchen mit Gewürzen

Daneben enthält meine Sauce Paprikapulver, Knoblauch, Pfeffer und Kreuzkümmel. Die Würzung ist recht mild, da ich es nicht gerne scharf mag. Wenn es dir da anders geht, kannst du einfach noch nach Geschmack Chilipulver oder frische Chili hinzufügen.

Wenn du einmal alle Zutaten zusammen hast, ist es wirklich ein Kinderspiel. Eine gute BBQ-Sauce benötigt nur etwas Zeit zum Einköcheln. So entstehen die dickflüssige Konsistenz und der sehr aromatische Geschmack. Im Anschluss lässt man sie am besten noch eine Nacht im Kühlschrank durchziehen. Einmal vorbereitet kannst du sie gut abgefüllt einige Wochen verwenden und ganz spontan vegane Burger damit zaubern.

Wozu passt Barbecue-Sauce?

Der rauchige Geschmack passt natürlich perfekt zu allem, was vom Grill kommt. Aber auch als Dip zu Brot, auf der Pizza oder ganz besonders auf veganen Burgern macht sich die Sauce richtig gut. Bei einem klassischen Pulled Pork wird das Fleisch am Ende der langen Garzeit mit der Würzsauce eingepinselt.

Zwei Schälchen, eines gefüllt mit BBQ-Sauce das andere mit mariniertem "Pulled-Pilz" für die veganen Burger

Hier findest du eine wesentlich schnellere, gesündere und fleischlos Variante zum BBQ Pulled Pork. Das Wundermittel heißt Kräuterseitling! Dieser wird in der Barbecuesauce mariniert und dann gut angebraten. Natürlich schmeckt das Ergebnis nicht genau wie echtes Fleisch – da möchte ich dir gar nichts vormachen – aber es ist eine wirklich leckere Alternative, die du unbedingt mal ausprobieren solltest!

Pilze als Fleischalternative für vegane Burger

Besonders Pilze, wie der Kräuterseitling oder Austernpilz machen sich hervorragend als Fleischersatz. Im Gegensatz zum allbekannten Champignon bleiben diese Sorten eher bissfest und zerfallen nicht so stark beim Kochen. Außerdem erinnert die faserige Konsistenz sehr an Fleisch, wie Gyros oder eben Pulled Pork.

Kräuterseitlinge kann man ganz einfach mit einer Gabel oder den Fingern in längliche Streifen rupfen. Eine Marinade bleibt so gut an der groben Oberfläche haften und verleiht dem sonst eher neutral schmeckenen Pilz einen fleischähnlichen, rauchigen Geschmack – perfekt für vegane Burger!

Wo bekomme ich Kräuterseitlinge her?

Da der Kräuterseitling gezüchtet wird, ist er das ganze Jahr über erhältlich. Am besten findest du ihn in gut sortieren Supermärkten. Mehr Informationen über die Zucht und den Anbau von Kräuterseitlingen findest du hier.

Zuckerrübensirup als Zuckeralternative

Für mich eine echte Kindheitserinnerung. Der süße, dunkle Goldsaft aus dem gelben Becher. Den gab es früher immer aufs Brot und manchmal habe ich ihn auch einfach so genascht. 😉 Lange in Vergessenheit geraten, bin ich nun 20 Jahre später wieder darauf gestoßen. Wie ihr seht, kommt der Sirup bei mir nicht mehr nur aufs Brot.

Ich süße damit sehr gerne alle möglichen Frühstücksgerichte, wie Pancakes, Joghurt oder sogar meinen Kaffee. Aber auch Herzhaftes, wie diese würzig-süßliche BBQ-Sauce lassen sich super damit verfeinern. Zwiebeln lassen sich mit dem Sirup übrigens wunderbar karamellisieren!

Der Goldsaft Zuckerrübensirup von Grafschafter besteht aus nur einer einzigen Zutat: der Zuckerrübe. Diese wird rund um den Herstellungsort Meckenheim angebaut. Die Rüben müssen ganze 6 Monate wachsen. Erst dann, in der sogenannten Kampagne, werden sie etwa 3 Monate lang geerntet und anschließend in der Grafschafter Krautfabrik zu dem süßen Sirup verarbeitet.

Diese Fabrik befindet sich inzwischen in der 4. Generation, also ein echtes Familienunternehmen mit langer Tradition.

Grafschafter legt bei der gesamten Herstellung großen Wert auf Nachhaltigkeit. Es wird zum Beispiel die komplette Zuckerrübe verwendet, sodass kein Abfall entsteht. Außerdem kann man sich auf der Website ganz genau über den Anbau, die Produktion und um den Zuckerrübensirup selbst informieren. Transparenz wird hier also auch großgeschrieben, was ich super finde!

Ein Töpfchen Goldsaft Zuckerrübensirup von Grafschafter, im Hintergrund Kräuterseitlinge auf einem Teller

Ist Zuckerrübensirup gesünder als Zucker?

Zucker bleibt am Ende natürlich Zucker. Egal ob in raffinierter Kristallform, als Sirup, Saft oder im Obst. Was den Gesundheitsaspekt angeht, scheiden sich bei diesem Thema wirklich die Geister. Fakt ist aber, dass im Goldsaft noch einige gute Inhaltsstoffe enthalten bleiben.

Haushaltszucker oder vergleichbare Süßungsmittel, wie Agavendicksaft, Ahornsirup oder Honig enthalten weitaus weniger wertvolle Nährstoffe. So enthalten 100 g Zuckerrübensirup ganze 5 g Ballaststoffe und 2,3 g Eiweiß. In den anderen oben erwähnten Süßungsmitteln sucht man hingegen vergeblich nach Ballaststoffen. Auch der Eiweißgehalt liegt mit im Schnitt 0,5 g auf 100 g deutlich unter dem, des Goldsaftes.

Was den Nährstoffgehalt angeht, ist man mit dem Zuckerrübensirup also auf jeden Fall besser bedient.

Die richtige Küchenwaage

Besonders in der Rezeptentwicklung, so auch bei dieser BBQ-Sauce, ist für mich wichtig, dass ich eine genaue Küchenwaage zur Hand habe. Ich möchte euch ja schließlich ein Rezept liefern, dessen Resultat am Ende dem möglichst gleichkommt, was ich in meiner Versuchsküche kreiert habe. 😉

Um ehrlich zu sein, habe ich die letzten Jahre mehrere sehr günstige Küchenwaagen verbraucht – ja, ganz richtig gelesen, ich habe „verbraucht“ geschrieben. Ganz davon abgesehen, dass keine wirklich lange gehalten hat, waren sie auch nicht besonders praktisch. Aber das habe ich erst gemerkt, als ich die Soehnle Page Profi 300 die ersten Male im Einsatz hatte!

Ein fertiger veganer Burger mit "Pulled Pilz" und BBQ Sauce, angerichtet auf einem schwarzen Holzbrett, daneben die die Page Profi 300 Küchenwaage von Soehnle

Du kennst das bestimmt, wenn man eine größere Schüssel oder einen Topf auf der Waage stehen hat und mit Mühe und Not versucht noch irgendwie das Display zu erkennen?! Dieses ist dann leider oft verdeckt, die Ziffern zu klein und wenn es dann nicht mal beleuchtet ist, wird es wirklich schwer mit dem Ablesen. Und da reicht bei vielen Waagen ja schon eine gewöhnlich große Rührschüssel.

Diese Probleme habe ich jetzt nicht mehr. Die digitale Küchenwaage von Soehnle ist mindestens doppelt so groß, wie meine ausgedienten Exemplare. Mit der großen Auflagefläche wiegt sie bis zu 20 kg grammgenau. Das Display ist beleuchtet und hat angenehm große Ziffern, die man wirklich immer auf den ersten Blick erkennt. Und wenn es doch mal etwas eng wird, kann mit der HOLD-Funktion einfach das Display für zehn Sekunden eingefroren werden. So kann man das Wiegegut einfach entfernen und in Ruhe das Gewicht ablesen.

So, nun aber genug Theorie über vegane Burger, Pilze, Zuckerrübensirup und Küchenwaagen! Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachkochen und hoffe, dass es dir genauso schmeckt, wie mir. 🙂

Ein fertiger veganer Burger mit "Pulled-Pilz" und BBQ Sauce, angerichtet auf einem schwarzen Holzbrett, daneben ein Töpfchen Grafschafter Goldsaft Zuckerrübensirup

Vegane Burger mit „Pulled-Pilz“ und BBQ Sauce

Ronja Pfuhl
In diesem Rezept zeige ich dir, wie du leckere vegane Burger aus selbstgekochter BBQ Sauce, knackigem Rotkrautsalat und einem rauchigen "Pulled-Pilz" zusammensetzt!
5 von 2 Bewertungen
Vorbereiten45 Min.
Zubereiten30 Min.
Wartezeit2 Stdn.
Gesamt1 Std. 15 Min.
Gericht Burger, Wraps & Co., Hauptgericht
Küche Amerikanisch
Portionen 2 Burger
Kalorien 465 kcal

Zutaten
  

Für die BBQ Sauce:

  • 10 g Rapsöl
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 500 g passierte Tomaten
  • 15 g Balsamico Creme
  • 15 g Senf
  • 150 g Grafschafter Goldsaft
  • 15 g Worcestershiresauce (vegan)
  • 8 g Rauchsalz
  • 2 g Pfeffer
  • 4 g Paprikapulver (edelsüß)
  • 2 g Kreuzkümmel

Für den Rotkrautsalat:

  • 450 g Rotkohl (etwa 1/2 Kohl)
  • 20 g Grafschafter Goldsaft
  • 25 g Apfelessig
  • 7 g Salz
  • 10 g Rapsöl
  • 3 g Pfeffer

Für das "Pulled-Pilz":

  • 300 g Kräuterseitlinge (oder Austernpilze)
  • 100 g BBQ Sauce
  • 10 g Rapsöl

Für die veganen Burger:

  • 2 Burgerbrötchen (dunkel)
  • 20 g Aioli (vegan)
  • 100 g Rotkrautsalat
  • 50 g BBQ Sauce
  • Blattspinat (frisch)
  • 1 rote Zwiebel (klein)
  • 1 Fleischtomate

Anleitung

Für die BBQ Sauce:

  • Zwiebel und Knoblauch abziehen und in feine Würfel schneiden.
  • Beides mit dem Rapsöl wenige Minuten andünsten.
  • Mit den passierten Tomaten ablöschen. Die restlichen Zutaten hinzufügen.
  • Einmal aufkochen und 30 Minuten bei mittlerer Hitze einköcheln.
  • Die BBQ Sauce anschließend in ein sauberes, heiß ausgespültes Glas füllen und abkühlen lassen.

Für den Rotkrautsalat:

  • Den Rotkohl in sehr dünne Streifen schneiden und diese in eine Schüssel geben.
  • Goldsaft, Salz und Essig hinzufügen und 5 Minuten mit den Händen durchkneten.
  • Zwei Stunden oder besser über Nacht durchziehen lassen.
  • Anschließend mit Öl, Pfeffer und ggf. noch etwas Salz abschmecken.

Für das " BBQ Pulled-Pilz":

  • Die Kräuterseitlinge mit einer Gabel zerrupfen.
  • Die BBQ Sauce mit dem Öl verrühren und das Pulled-Pilz gründlich damit marinieren. 30 Minuten ziehen lassen.
  • Die marinierten Pilze in einer heißen Pfanne etwa 15 Minuten scharf anbraten. Mehr Öl hinzufügen, falls die Pilze anfangen sollten anzubrennen.

Für die veganen Burger:

  • Die Burger Brötchen aufschneiden und die Innenseiten in einer Pfanne anrösten.
  • Mit den Zutaten belegen und noch heiß genießen.
  • Guten Appetit!

Video

Notizen

  • Das Rezept für die BBQ-Sauce ist für etwa 450 g Sauce. Du kannst natürlich auch weniger kochen, wenn du sie nur für die Burger verwenden möchtest.
  • Das Rotkrautrezept liefert ebenfalls mehr, als du für zwei Burger benötigst. Du kannst die Mengen hier ggf. auch anpassen.
  • Die BBQ Sauce hält sich im verschlossenen Glas und gekühlt einige Wochen.
  • Der Rotkrautsalat hält sich im Kühlschrank etwa 3 Tage.

Nährwerte

Nährwertangaben
Vegane Burger mit "Pulled-Pilz" und BBQ Sauce
Menge pro Portion
Kalorien 465 Kalorien aus Fett 135
% des Tagesbedarfs*
Fett 15g23%
Gesättigte Fettsäuren 2g13%
Ungesättigte Fettsäuren 1g
Cholesterin 3mg1%
Natrium 1209mg53%
Kalium 1078mg31%
Kohlenhydrate 71g24%
Ballaststoffe 9g38%
Zucker 33g37%
Eiweiß 14g28%
Vitamin A 3399IU68%
Vitamin C 21mg25%
Kalzium 127mg13%
Eisen 5mg28%
* alle Werte basieren auf dem Tagesbedarf eines durschnittlichen Erwachsenen und 2000kcal.
Schlagwörter BBQ, burger, grillen, kräuterseitlinge, Pilze, rotkraut, vegan, vegetarisch, zuckerrübensirup
Hast du dieses Rezept ausprobiert?Teile deine Kreation unter dem Hashtag #foodnphoto und/oder verlinke @miss_gruenkern!
Collage für das Rezept "Vegane Burger mit Pulled Pilz und BBQ Sauce" zum pinnen auf Pinterest

Werbehinweis für Links mit Sternchen (*)

Es handelt sich hierbei um einen Affiliate-Link. Ich erhalte eine kleine Provision, wenn du auf der verlinkten Website etwas kaufst. Für dich entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten und ich empfehle nur Produkte und Dienstleistungen, hinter denen ich auch wirklich stehe. Dies hat keinerlei Einfluss darauf, wie ich ein Produkt oder einen Anbieter bewerte. Vielen Dank für deine Unterstützung! ❤

Werbehinweis für gesponsorte Beiträge

Werbung! Dieser Beitrag wurde von einem Sponsor unterstützt. Gesponsorte Beiträge helfen mir dabei, regelmäßig neuen Content für dich zu kreieren. Alle Meinungen und Gedanken sind jedoch meine eigenen. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Hinweis: Durch die Verwendung der Kommentarfunktion und/oder der Eintragung in den Newsletter stimmst du der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten zu. Mehr Informationen in der Datenschutzerklärung.

Rezept-Bewertung